Alfter – Auch Menschen können betroffen sein
Rhein-Sieg-Kreis • Im Rhein-Sieg-Kreis gibt es weitere Fälle von Hasenpest. Die Kreisverwaltung meldet betroffene Tiere in Alfter und Eitorf. Auch Menschen können sich mit der Krankheit anstecken. So äußert sie sich. Die Kreisverwaltung in Siegburg meldet weitere Fälle von Hasenpest im Kreisgebiet. Nachdem im vergangenen November bei einem Feldhasen in Siegburg- Kaldauen der Erreger der Tularämie nachgewiesen wurde, gibt es nun weitere Bestätigungen. Nach Angaben des Kreises wurde am 4. April ein Tularämie-Nachweis bei einem Hasen in Eitorf festgestellt sowie am 25. April bei einem Tier in Alfter. „, Wie im vergangenen Jahr wurden die Kadaver an das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper (CVUA) in Krefeld gegeben. Von dort kam dann die Bestätigung”, heißt es in der Mitteilung der Kreisverwaltung. Die Tularämie, auch Hasenpest genannt, wird durch das Bakterium Francisella tularensis ausgelöst. Hauptsächlich betroffen von der Krankheit sind Hasen, Kaninchen oder Nagetiere wie Mäuse oder Ratten. Die Krankheit kann laut Kreis aber auch auf andere Tiere oder gar Menschen übertragen werden.
Daran erkennt man erkrankte Hasen
Kranke Hasen seien meist apathisch, verlören ihre Scheu und den Fluchtdrang, hätten Fieber und eine hohe Atemfrequenz, heißt es weiter. Innerhalb von zwei bis 13 Tagen verenden die meisten Tiere an einer Blutvergiftung (Sepsis), bei chronischem Verlauf magern sie stark ab. Von Tier zu Tier übertragen wird
der Erreger etwa von Mücken oder Zecken. Die meisten Infektionen beim Menschen sind nach Mitteilung des Kreises auf den Kontakt mit infizierten
Feldhasen zurückzuführen. Eine Übertragung kann laut Kreis durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminiertem Fleisch stattfinden. Seltener sind Übertragungen durch Stiche von infizierten blutsaugenden Insekten oder Zecken, kontaminierte Stäube und Aerosole. “Erkrankte Personen zeigen grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, geschwollene Lymphknoten, Schüttelfrost, manchmal auch Übelkeit und Durchfall, Kopf- und
Gliederschmerzen”, heißt es weiter. Komplikationen mit Lungenentzündung oder Beteiligung anderer Organe wie Leber, Niere und Herz könnten vorkommen.
Übertragungen von Mensch zu Mensch seien nicht bekannt, so die Kreisverwaltung.
Verdachtsfälle dem Veterinäramt melden
Nach weiteren Angaben des Kreises ist die Gefahr für Hunde gering, da sie eine hohe natürliche Resistenz
besitzen. Jedoch könne es bei Hunden mit einem schwachen Immunsystem zu einer Infektion kommen, die mit Appetitlosigkeit, Fieber und Schwellung der Lymphknoten einhergeht. „, Es empfiehlt sich daher, Hunde nicht in die Nähe von toten oder offensichtlich kranken Hasenartigen kommen zu lassen”, so
der Kreis. Tularämie-Fälle müssen gemeldet werden. Wer ein auffälliges Tier entdeckt, also etwa einen apathischen Hasen, der nicht flieht, sollte dies dem
Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Sieg-Kreises umgehend mitteilen. Kontakt: 0 22 41 /13 23 35.
